Freitag, 13. Januar 2012

Der Anfang

Es war vorletztes Jahr im Frühling als ich das erste Mal mit dem Thema frühzeitige Wechseljahre konfrontiert wurde. Ich lag wegen eines Unfalls im Krankenhaus und meine Bettnachbarin erzählte mir, dass Sie leider nur einen Sohn hätte, da Sie bereits mit 38 in den Wechseljahren war.

Kurze Zeit darauf beschäftigte ich mich wieder mit dem Thema Wechseljahre an sich, im Gespräch mit meiner Freundin, eher allgemein gehalten um zu wissen wann denn dieses Thema für uns, zwei Frauen Ende 30, wohl anstehen könne.
Manches Mal machte ich mir Gedanken darüber ob es denn nicht sein könne dass…. Ich schwitze ziemlich stark, manchmal, allerdings im Rückblick betrachtet schon immer und nicht aus heiterem Himmel sondern doch nur bei körperlicher Betätigung jedweder Art und sei es nur Treppen steigen.

Meine Hausärztin brachte dieses Thema dann wieder auf den Tisch, als ich mich wegen verschiedener Störungen durchchecken liess. Verdauungsstörungen, Schlafstörungen, plötzliche Zunahme nur im typischen Frauenbereich, Bauch, Oberschenkel, Hintern (ich habe zwar das Rauchen aufgehört, allerdings ohne die typische Ersatzbefriedigung „Essen“, meiner Meinung nach schied das als Grund also aus)… Meine Frauenärztin reagierte aber dann doch abwertend auf das Thema „Hormonstatus“ und meinte es wäre viel zu früh und man könne den nur bestimmen wenn ich ein paar Monate die Pille absetzen würde.

Letzten August war ich dann soweit, ich setzte die Pille ab. Zu dem Zeitpunkt ging es mir richtig schlecht. Meine Stimmungslage war ein einziges Grauen, oft waren Tage dazwischen die ich am liebsten nur heulend im Bett verbracht hätte. Ich war ungerecht, aggressiv und einfach nur noch launisch. Schlaf war ein Glücksfall für mich…wenn ich es denn mal konnte, es war furchtbar, unerklärlich für mich und erst recht für meinen Lebensgefährten und meine Kinder. Im Job war ich zwar wie immer, dafür vergaß ich aber alles was ich mir nicht gleich aufschrieb.
Die Frustration war groß, als ich anstelle meiner Periode nur braune Schmierblutungen in wechselnder Stärke bekam, welche auch noch 14 Tage anhielten, ehe es mit einer 1 ½ tägigen sehr starken Blutung vorerst ein Ende hatte. Der darauffolgende Zyklus war größtenteils von braunen Schmierblutungen geprägt, meine Stimmung wurde schlimmer und schlimmer. Die Lust auf Sex kam völlig abhanden.
Der nächste Zyklus war relativ normal, ich fing an meine morgendliche Temperatur zu messen und demnach hatte ich in dem Monat wohl auch einen Eisprung. Es ging ein klein wenig aufwärts mit meiner Stimmung. Einen Termin bei meiner Gynäkologin vereinbarte ich dennoch.
Dann der nächste Zyklus. Temperaturschwankungen und ein insgesamt nur 18 Tage dauernder Zyklus. Mit der kommenden Blutung kam dann auch mein Termin bei der Gynäkologin. Sie fand es nach meinen Erzählungen nun nicht mehr ganz so abwegig, dass ich doch schon in den Wechseljahren sein könne. Blutabnahme, Urinabgabe und nun hiess es warten.

Nachdem das Labor sich viel Zeit ließ, es war ja in der Vorweihnachtszeit und es dann in einem Telefonat mit der Sprechstundenhilfe hieß, dass sie die Ergebnisse hätten aber einen weiteren Test in Auftrag gegeben hätten wurde mir komisch. Am 23.12. dann ein Telefonat mit der Ärztin um die ersten Ergebnisse auf mein Drängen hin mitgeteilt zu bekommen.

Frühzeitige Wechseljahre, ich bin dabei!

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